Es war mal wieder so weit: Pfiffi verlor weit mehr als üblich von seinem geliebten 15W40. Das macht nicht nur Pfiffi traurig und mich stutzig, sondern auch den deutschen Normalbürger hin und wieder zornig. Kaum hatte man fünf Minuten geparkt, hatte Pfiffi schon wieder sein Revier markiert.
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Also begann die Fehlersuche und das Problem schien schnell gefunden: Die Vordere Kurbelwellendichtung. Also ab zum Daimler, Einkäufe machen: „Eine neue Kurbelwellendichtung und einen neuen Schleifring bitte.“ Stets dienst-beflissen händigte mir der Lagerist meines Vertrauens am nächsten Morgen gegen ein geringes Endgelt die gewünschten Teile aus. Ölschmierend ging es vom örtlichen Mercedes-Benz Vertreter Richtung Heimat. Eine Hebebühne braucht man für die Arbeit nicht, aber viel Licht ist gut. Also ab in den Hof und Motorhaube auf.
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So sieht es in einem 200D aus, wenn man einfach nur die Motorhaube aufmacht.
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Schnell werden alle Anbaugeräte entfernt. Dazu braucht es für die Monster-Schwungscheibe vorn, einen sauberen Abzieher. Zuvor sollte man die Zentralschraube, die den ganzen Schlambes sichert, herausdrehen (ein Pressluftschrauber mit 600NM ist empfehlenswert). Die Schraube spannt man dann vorsichtig in die Drehbank ein und setzt auf dem Kopf eine Zentrierbohrung - sonst rutscht einem der Abzieher weg. oder man verkantet alles und dann viel Spaß!
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Siehe da... nach dem Abziehen scheint der Übelriecher gefunden. Der Siff ist unverkennbar. Die alte Dichtung ist meines Wissens nach nicht Zerstörungsfrei raus zu bekommen. Also mit Hammer und Schraubenzieher darauf ´rum dengeln bis die Sau kommt! Aber immer mit Vorsicht: Man muss aufpassen, dass man die Dichtfläche von Block bzw. Kurbelgehäuse nicht beschädigt. Dichtflächen sind heilig!
Ist die Dichtung draußen, kann man im Normalfall den Schleifring einfach herunter ziehen - mit der Hand. Beim nicht-Normalfall muss man sich einen Spezialabzieher bauen - habe ich auch schon erlebt. Aber der Ring muss runter! Da führt kein Weg dran vorbei. Ohne neuen Ring (oder wenigstens umgedrehtem Ring) kann man sich die Reparatur sparen. Dann sifft es gleich wieder... egal, weiter im Text.
Ist der neue Schleifring drauf, oder der alte herumgedreht, kann man die neue Dichtung einsetzen. Erstmal locker, flocking per Hand rein drücken bis es nicht mehr geht - und es geht schnell nicht mehr. Dann gaaaaaaaanz vorsichtig rundherum mit einem „Hämmerchen“ sanfte Hammerschläge aufbringen und nach 15 -20 Minuten Hämmern sitzt sie schön drin.
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Prima! Alles wieder zusammenschrauben, ein Wurstebrot von Mutti essen und ab zum nächstbesten Kumpel um einen zu heben. Gesagt getan... aber dann kam die Überaschung.
Fortsetzung bei Hydraulischer Kettenspanner
(Anmerkungen: Autos mit Öl-Leckagen werden bei uns immer umgehend instandgesetzt. Eventuell ausgetretene Flüssigkeiten werden gebunden und sachgerecht entsorgt.)